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Drei Guntramsdorfer Feuerwehrmitglieder bei multinationaler Übung in Polen (21.08.2019)

Gemeinsam mit ihrer polnischen Partnerwehr organisierte die FF Krems eine viertägige trinationale Übung - die „Polex2019“ - in Polen. Am Donnerstag, den 15. August fuhren 160 Feuerwehrmitglieder der Feuerwehren Mödling, Krems. Amstetten, St. Pölten und Böblingen (Deutschland) mit 30 Fahrzeugen über die Tschechische Republik zum Übungsort nach Stzraszecin. Dabei wurde die Mödlinger Mannschaft von Mitgliedern der FF Ma. Enzersdorf und den Guntramsdorfer Feuerwehrmitgliedern Niclas Gutmann, Elisabeth Hejl und Sabrina Schneider verstärkt.

Am Donnerstag um 03:00 Uhr früh wurden die Fahrzeuge in Mödling abmarschbereit gemacht und kamen – nach einem Zwischenstopp in Krems - um ca. 16,00 Uhr im ca. 700 Kilometer entfernten Stzraszecin an. Die Fahrt des österreichisch-deutschen Feuerwehrkonvois gestaltete sich einigermaßen spektakulär. So fanden sämtliche Fahrten, sowohl auf tschechischem als auch polnischem Staatsgebiet, ausnahmslos unter Polizeibegleitung statt. In der tschechischen Republik wurden für die Anfahrt der Feuerwehrkolonne sogar Fahrspuren der Autobahn gesperrt und in Polen ging es zu den einzelnen Übungsszenarien mit Blaulicht und Folgetonhorn!
Nach dem Bezug der Quartiere in einer Schule und der offiziellen Begrüßung fand der Anreisetag mit einem Abendessen seinen Ausklang.

Nach dem Frühstück am Freitag waren dann gemeinsam mit den polnischen Kameraden, drei großangelegte Übungsszenarien zu bewältigen. Bei einem Bauernhofbrand galt es nicht nur Löschwasser über längere Strecken zu befördern, sondern auch vermisste Personen unter Verwendung von Atemschutzgeräten zu retten. Parallel dazu musste auch ein Flurbrand bekämpft werden.
Bei einem weiteren Übungsszenario wurde ein Autobusunfall, bei dem mehrere verletzte Personen zu retten waren, sowie ein PKW-Brand dargestellt. Die dritte Aufgabe bestand darin, einen ausgedehnten Flurbrand zu löschen – jedoch ohne dem Einsatz von Tanklöschfahrzeugen. Es durften nur Kleinlöschgeräte (z.B.: Wasserrucksäcke, Kübelspritzen, div. Handwerkzeuge etc.) verwendet werden.

Der Samstag war im Wesentlichen dem „Teambuilding“ gewidmet, welches bei verschiedenen Spielen und teambildenden Aufgaben trainiert wurde. Bei mehreren PKW-Bränden konnte die richtige Strahlrohrführung perfektioniert werden, während die Atemschutzgeräteträger in einem feststoffbefeuerten Brandsimulationscontainer die Zusammenarbeit gemischter Atemschutztrupps übten.
Den Abschluss dieses letzten Übungstages bildete der Brand eines (baufälligen) Hauses, bei dem alle Übungsteilnehmer gleichzeitig zum Einsatz kamen. Ein Sprengmeister der Feuerwehr Böblingen sorgte dabei für spektakuläre Momente.
Der Tag fand mit einem Abendessen, der Verleihung von Erinnerungsmedaillen und einem anschließenden gemütlichen Beisammensein spätes Ende.

Nach dem Frühstück und der „offiziellen“ Verabschiedung wurde am Sonntag die Heimreise angetreten. Um 20:00 Uhr traf die Mödlinger Mannschaft schließlich wohlbehalten, aber müde wieder in der Heimat ein.
Für die Guntramsdorfer war nach kurzen Aufräumungsarbeiten, der Überreichung von Teilnahmeurkunden und einem kleinen Imbiss im Feuerwehrhaus Mödling um ca. 22:00 Uhr die Übung „Polex 2019“ endgültig zu Ende.

Fotos von der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Mödling

/RoMo