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Zugsübung "Taktische Ventilation" (17.05.2018)

Hier weht frischer Wind…

…könnte man beim Thema „Taktische Ventilation“, welches an zwei Terminen im Mai geschult, bzw. vertieft wurde, sagen.

Die „Taktische Ventilation“ ist, speziell bei Brandeinsätzen, heute nicht mehr wegzudenken. Sie dient zu aller erst der Entrauchung von Rettungs- und Fluchtwegen in Brandobjekten durch Erzeugung eines Überdrucks. In weiterer Folge zur aktiven Brandbekämpfung, bei der sich die unter Atemschutz eingesetzten Trupps im Innenangriff dem Brandherd mit Hilfe des zuvor hergestellten Überdrucks bzw. des erzeugten Durchzuges gefahrloser nähern können. Was hier vielleicht einfach und banal klingt (Luft rein - Fenster auf) bedarf bei der Umsetzung im Zuge eines Brandereignisses enormen Wissens um die entsprechende Taktik.
Wenn Luft in ein Objekt eingebracht wird, muss dafür auch eine entsprechende Abluftöffnung für die heißen Rauchgase zur Verfügung stehen. Das bedeutet, dass die Schaffung solcher Öffnungen intern kommuniziert und abgesprochen werden muss. Es bedarf des Wissens um die taktische Reihenfolge einer solchen Überdruckbelüftung. Welche Räume müssen wie belüftet werden, sodass ich keinen bis dato unbeteiligten Bereich in Gefahr bringe. Wie verhalten sich die Luftströme in Stiegenhäusern oder wenn Abluftöffnungen zu klein oder zu groß sind. Welche Konsequenzen bringt ein Einschalten der Hochleistungslüfter mit sich wenn sich im inneren bereits Atemschutztrupps befinden – werden diese eventuell zusätzlich gefährdet?

Für viele dieser möglichen Einsatzszenarien bietet sich das ehemalige Hotel „Refugium“ natürlich bestens an. Mit mehreren Stockwerken, einem Liftschacht, unzähligen Zimmern, einem Keller bot das Objekt einmal mehr genügend Möglichkeiten einen Keller-, einen Zimmer- und einen Lagerhallenbrand zu simulieren. Dabei kamen sowohl unsere beiden Hochleistungslüfter als auch eines unserer zwei Be- und Entlüftungsgeräte (dieses kann Luft auch absaugen) zum Einsatz. Geteilt in zwei Gruppen, wurde so einerseits die Mannschaft mit der dazu notwendigen Gerätekunde konfrontiert andererseits durften sich die Führungskräfte zeitgleich mit den entsprechenden Taktiken auseinandersetzen. Bei den anschließend durchgeführten praktischen Übungen konnte in teils spektakulären Szenarien anschaulich die richtige Vorgehensweise beobachtet werden.

//aho