Was geschah am 17.09 ?
2016: Tierrettung Schwein im Bereich Windradlteich entlaufen

2016: Auto gegen Garagentor; verschließen mit Platten

2013: Unbekannter Geruch in Gumpoldskirchner Mittelschule Bild

2011: PKW ortsverändern für Gaswerk Levkoijenweg

2011: Zivilschutz Probealarm Bild

2011: Rätselbewerb der Feuerwehrjugend des Bezirkes Mödling Bild

2011: TUS-Alarm Fa. Paper Net IZ-NÖ Süd

2010: Brandsicherheitswache in der Sporthalle

2008: Türöffnung - Person in Notlage

2008: Gasgeruch in WC (Wodikgasse) Gaswerk verständigt

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"ACTION DAY 2015" - 24 Stunden im Einsatz (28.08.2015)

Erstmals wurde am Wochenende von 28. bis 29. August ein so genannter „Action Day“ durchgeführt. 11 Mädchen und Burschen der Feuerwehrjugend nahmen an dieser bereits sehnsüchtig erwarteten Veranstaltung teil. Initiiert wurde das 24 Stunden Programm von Jugendbetreuer OLM Thomas Zazel und seinem Gehilfen SB Stefan Sedlmayer.

Ähnlich wie bei der Berufsfeuerwehr üblich, galt es einen 24 stündigen Dienst, durchzogen mit diversen Einsätzen und Aktivitäten zu absolvieren. Die Kinder rückten dafür am Freitag den 28. August um 15:30 Uhr ins Feuerwehrhaus ein und begannen damit die Fahrzeuge und Geräte auf ihre Vollständigkeit zu überprüfen.

16:00 Uhr offizieller „Dienstbeginn“

16:55 Uhr – Die Überprüfungsarbeiten sind gerade abgeschlossen als der Alarm Gong im Feuerwehr Haus erstmals ertönt und die Durchsage des Disponenten einen Technischen Einsatz –„ Katze auf Baum“ – am Kirchenplatz meldet. Die jungen Einsatzkräfte unter der Einsatzleitung eines Jugendlichen hatten nun die Aufgabe mittels Leiter eine Katze (Stofftier) von einem der Kastanienbäume vor der Kirche zu retten.

„Ohne Mampf kein Kampf“ wie es so schön heißt. Aus diesem Grund begannen die Jugendlichen bereits nach dem Einrücken und Herstellung der Einsatzbereitschaft damit, gemeinsam das Abendessen vorzubereiten. Grillmeister Markus übernahm die Zubereitung von Stakes, Würstel und Zucchini am Grill und Sophie zauberte frische Salate.

19:29 Uhr – „Person in Notlage „ verkündet die Alarmdurchsage. Auf einem Firmengelände wurde eine Person (in diesem Fall eine Übungspuppe) bei Arbeiten unter einem Stahlträger eingeklemmt.
Mit Hebekissen und einer Südbahnwinde können die jungen Retter gemeinsam mit Sanitätern des Roten Kreuzes die Person rasch und umsichtig aus ihrer misslichen Lage befreien.

Wie man sich bettet so liegt man - Nachdem es auch darum ging, die 24 Stunden halbwegs ausgeruht zu überstehen, wurde im Anschluss an den Einsatz das Nachtlager fertiggestellt.
Bei einer Folge der Serie „Chicago Fire“ ging der Abend vorerst einmal zu Ende und die Nachtruhe wurde eingeläutet.

22:32 Uhr – „Brandverdacht“ – Hauptstraße. Tja das war es dann auch schon wieder mit der begonnenen Nachtruhe. Alles auf und schnell in die Uniformen. Im Presshaus des Heurigen Hofstädter war es durch einen Kleinbrand zu einer erheblichen Rauchentwicklung (Theaternebel) gekommen. Der Brand musste abgelöscht und die Räumlichkeiten in Folge mit dem Hochdrucklüfter rauchfrei gemacht werden. Nach knapp einer Stunde konnten die Einsatzkräfte wieder einrücken die
Autos aufpacken und ihre Nachtruhe fortsetzen.

Was ist laut und stört den Schlaf? Richtig ein Alarm um 02:45 Uhr.
4 Stunden nach dem letzten Einsatz. Alle Jugendeinsatzkräfte befinden sich im Tiefschlaf. Der Mond scheint grell aufs Feuerwehrhaus – „TUS Alarm“ (Brandmelder Auslösung) in einem Gewerbebetrieb. Jetzt funktioniert das Aufstehen schon nicht mehr so flott. Verschlafene kleine Augen werden mit den Händen vor dem Deckenlicht geschützt, Uniformteile müssen erst zusammengesucht werden. Das Binden der Schuhe fällt etwas schwer. Doch wenige Augenblicke später sind bereits alle wieder voll bei der Sache, auf die Fahrzeuge aufgesessen und auf den bevorstehenden Einsatz konzentriert. Bei dem Betriebsobjekt hat ein Rauchmelder einen Alarm ausgelöst. Die Einsatzkräfte müssen mit Hilfe der Brandschutzpläne den entsprechenden Melder im Gebäude ausfindig machen und den Auslösegrund feststellen. In diesem Fall handelte es sich um einen Fehlalarm. Die Kräfte rücken wieder ein.
Schön wenn sich Kinder so aufs Bett freuen wie nach diesem Einsatz zu nachtschlafender Zeit. Es dauert nicht lange und alle schlummern wieder tief und fest.

07:00 Uhr - der Pager springt an und die Feuerwehrleute werden zu einem Schadstoffeinsatz - „Öltreiben auf dem Mühlbach“ alarmiert. Die Kids sind sichtlich gezeichnet von der kurzen Nacht. Einige hören nicht einmal mehr die Alarmierung. Nachdem dann aber auch der letzte persönlich geweckt war, ging es ab in die Fahrzeughalle. Weit müssen sie diesmal nicht „fahren“ – lediglich über den Parkplatz vor dem Feuerwehrhaus gehen. Dort wurde mittels Sägespänen ein Schadstoffaustritt im Mühlbach simuliert. Die Kids errichteten im Bach Ölsperren, schöpften den „Schadstoff“ ab und entsorgten ihn in Fässern.

Auch Spaß muss natürlich sein!! Nach einem herzhaften Frühstück stellten sich die Kids in zwei Gruppen einem Vergleichswettkampf. Dabei galt es, einen behelfsmäßigen Wasserwerfer aus bestimmten Teilen zusammenzubauen und "Wasser Marsch" zu geben. Es kam, was kommen musste...eine Wasserschlacht .

10:10 Uhr – „Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen – Dr. Karl Rennerstrasse“. Jetzt zählt jede Sekunde. Der Adrenalinpegel steigt schnell, geht es doch um „Menschenleben“. Auf dem Parkplatz bei der Volksschule Dr. Karl Renner Straße kam es zu einem folgenschweren Verkehrsunfall. In einem stark deformierten Fahrzeug wurden 2 Personen (Ein Statist eine Puppe ) eingeklemmt und müssen gemeinsam mit den Kräften des Roten Kreuzes und dem anwesenden Notarzt (Darsteller) so schonend und rasch wie möglich aus ihrer misslichen Lage befreit werden. Die Kinder sind voll konzentriert bei der Sache. Sie arbeiten perfekt im Team zusammen um ihr Ziel, die Insassen zu befreien, zu erreichen. Vorerst wird die Beifahrertüre geöffnet um dem Notarzt den Zugang zum Verletzten zu Ermöglichen. Das PKW Dach wird anschließend mittels hydraulischer Rettungsschere abgetrennt und in Folge entfernt. Behindernde Wrackteile werden mit Spreizer und Stempel gekonnt zurückgebogen. Der Einsatz wird noch vor Ort analysiert und besprochen, bevor es daran geht die Einsatzbereitschaft wieder herzustellen, Geräte zu kontrollieren und aufzupacken.

Es folgt ein Ausflug nach Italien – nämlich in der Küche – Für das Mittagessen wird Lasagne frisch zubereitet. Es wird gerührt, gebrutzelt, ausgerollt, gestreut und gebacken. „Buon Appetito“ heißt es alsbald und die hungrige Meute fällt über ihr kulinarisches Werk her.

14:05 Uhr - die Jugendlichen sind gerade mit abräumen der Tische und saubermachen fertig, als zum letzten Einsatz in diesem „24 Stunden Dienst“ alarmiert wird. „Brandeinsatz bei den Bauernhallen“ lautet die Alarmmeldung. Trotz Müdigkeit nach dem Essen und der eher unruhigen Nacht sind die Fahrzeuge rasch besetzt und auf dem Weg zum Einsatzort. Bereits von der Ferne können die Einsatzkräfte die Rauchsäule erkennen. Eine Holzhütte war in Brand geraten. Nach dem Absitzen und der Einteilung der Kräfte wurde umgehend eine C-Angriffsleitung aufgebaut und mit dem Schützen der Umgebung begonnen. Mit einem zweiten Rohr wurde die Brandbekämpfung vorgenommen. Schon nach kurzer Zeit stellte sich der gewünschte Löscherfolg ein und vom Einsatzleiter konnte Brand Aus gegeben werden. Mit der Wärmebildkamera wurde der gesamte Bereich anschließend auf Glutnester überprüft und Nachlöscharbeiten vorgenommen.
Und nachdem es noch immer extrem Heiß ist – entbrennt erneut eine ausgelassene Wasserschlacht.

16:00 Dienstschluss - Die 24 Stunden sind nun vorbei. Einerseits sehr Schade ob der langen Wartezeit auf diese Veranstaltung, andererseits sind nun doch alle froh die nächste Nacht wieder durchschlafen zu können. Die Kids waren großartig und haben in jeder Situation enormen Teamgeist und Zusammenhalt bewiesen.

Wir möchten es an dieser Stelle nicht versäumen uns bei den tatkräftigen Unterstützern der letzten 24 Stunden zu bedanken:

- Fa. SIEBER - für die zur Verfügungstellung des Unfallfahrzeuges und des Übungsplatzes in der Bahnstrasse
- Fa. GRIMME - für die Erlaubnis in den Nachtstunden einen TUS Alarm im Firmengebäude zu Übungszwecken auslösen zu dürfen.
- SOPHIE BLOHBERGER - für die tatkräftige Unterstützung als Unfallopfer, Leitung der Zubereitung von gänzlich frisch erzeugter Lasagne (unter Anderem auch einer glutenfreien Variante), Salate dem Frühstück und dem zwischendurch immer wieder "klar Schiff" machen in der Kantine.
- DANIELA SEDLMAYER - für die absolut realistische Darstellung einer Notärztin bei dem Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen.
- WEINBAU HOFSTÄDTER für die zur Verfügungstellung des Presshauses in den Nachtstunden (Brandverdacht - Druckbelüftung) und der Holzhütte, die beim letzten Einsatz eingeäschert wurde.
- ROTES KREUZ Bezirksstelle Mödling für die zur Verfügungstellung eines Rettungswagens.
- ANDREAS THALER - als Sanitäter bei beiden Menschenrettungen
- MATHIAS STÖGERER - für die zur Verfügungstellung diverses Video Equipments.
- Der aktiven Mannschaft für die Ausarbeitung und Organisation der Einsatzszenarien und Betreuung der Jugendmannschaft.

Am Freitag, den 11. September findet um 18:00 Uhr die erste Feuerwehr-Jugendstunde nach den Ferien statt. Burschen und Mädchen ab dem 12. Lebensjahr sind herzlich Willkommen sich einen persönlichen Überblick zu verschaffen was wir tun. //ah

weitere Bilder folgen....