Ein großflächiger Stromausfall (Blackout) ist zwar äußerst unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich – wie z. B. der lediglich ca. 12 Stunden dauernde Blackout in Spanien und Portugal am 28. April 2025, oder ein rund 60 Stunden lang dauernder Stromausfall in Teilen Berlins im Jänner 2026 bewiesen haben. Der schlagartige Ausfall wichtiger Infrastruktur hatte massive Auswirkungen:
- Der öffentliche Verkehr (Züge, U-Bahn etc.) kam zum Erliegen.
- Flughäfen mussten geschlossen werden.
- Auf Grund nicht funktionierender Ampeln war der Straßenverkehr stark beeinträchtigt.
- Das Handynetz brach zusammen und Telefonate waren praktisch nicht möglich.
- Geschäfte sperrten entweder ganz zu oder konnten nur mehr gegen Bargeld Waren abgeben.
- In geöffneten Supermärkten kam es zu Panikkäufen.
- Bankomaten funktionierten nicht mehr.
- In Berlin mussten sogar Notunterkünfte für die Bevölkerung errichtet werden, da in vielen Wohnungen die Heizung ausfiel!
- Bedenken Sie, dass ganz selbstverständliche Dinge wie Radio, Fernsehen, Tankstellen, Garagentore, Schranken, Türcodes, elektrische Jalousien etc. bei Stromausfall nicht mehr funktionieren.
- Klarerweise fällt auch die gesamte IT (Computer, Drucker, Internet etc.) aus. Auch wenn die Stromversorgung relativ rasch wieder hergestellt werden sollte, kann dies zu Lieferkettenverzögerungen z. B. bei der Lebensmittel- oder Medikamentenversorgung führen!
VERLASSEN SIE SICH NICHT AUF FREMDE HILFE
Im Falle eines großflächigen Stromausfalles hat die möglichste Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur Priorität. Das bedeutet aber, dass die Feuerwehr nicht die Ressourcen hat, um z. B. private Haushalte mit Strom oder Lebensmitteln etc. zu versorgen. Die Einrichtung von Notversorgungsstellen ist zwar in Katastrophenschutzplänen vorgesehen, kann aber sicher nicht in den ersten 24 Stunden zur Verfügung gestellt werden. Zumindest für die ersten 48 Stunden sollten Sie ohne fremde Hilfe auskommen – Eigeninitiative ist also gefragt!
Sind Sie auf einen längerfristigen Stromausfall vorbereitet bzw. haben Sie sich schon einmal folgende Fragen gestellt:
- Falls sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind: Wie kommen Sie, die Kinder oder Familienangehörige vom Arbeitsplatz bzw. von der Schule nach Hause?
- Wie nehmen Sie mit ihren Angehörigen Verbindung auf? Telefonieren ist nun nicht mehr möglich!
- Haben Sie immer so viel Bargeld bei sich, um wenigstens die notwendigsten Lebensmittel zu kaufen? …falls es noch geöffnete Geschäfte gibt!
- Haben Sie ein batteriebetriebenes Radio oder ein Autoradio, um Informationen zu erhalten?
- Haben Sie ausreichend Lichtquellen zu Hause? (Taschenlampen, Kerzen etc.)
- Für wie lange reichen Ihre Lebensmittel- und Medikamentenvorräte?
- Können Sie für sich und ihre Familie warme Speisen, oder zumindest Tee oder Suppe zubereiten? Wie und Womit? Übrigens: Auch die Gasversorgung ist bei länger andauerndem Stromausfall nicht gewährleistet!
Weiterführende und umfassenden Informationen zum Verhalten im Blackoutfall bzw. Checklisten zur Vorsorge finden Sie hier:
https://zivilschutz.at/thema/blackout/