Vegetations- und Waldbrandbekämpfung auf Sardinien

Von 15. bis 30. August waren Feuerwehrkräfte aus dem Bezirk Mödling im Rahmen eines europäischen Unterstützungsprogramms auf Sardinien im Einsatz. Ziel war die Unterstützung lokaler Einsatzorganisationen bei der Vegetations- und Waldbrandbekämpfung sowie der fachliche Austausch und die Aus- und Weiterbildung im internationalen Umfeld.

Im Zuge des sogenannten „Prepositionings“ entsendet Österreich regelmäßig Spezialeinsatzkräfte des Sonderdienstes Vegetations- und Waldbrandbekämpfung in Regionen mit erhöhtem Waldbrandrisiko.

Über das Emergency Response Coordination Centre (ERCC) der Europäischen Union können betroffene Länder zusätzliche Unterstützung zur Prävention und Bewältigung von Waldbränden anfordern.

Das österreichische Kontingent bestand aus 25 Einsatzkräften und sechs Fahrzeugen, darunter vier Ford Ranger Pick-ups sowie zwei Mannschaftstransportfahrzeuge. Am 15. August übernahm die österreichische Einheit die Aufgaben von zuvor stationierten französischen und estnischen Einsatzkräften.

Die Anreise erfolgte am 14. August vom Feuerwehr- und Sicherheitszentrum in Tulln über Livorno nach Sardinien. Nach der Überfahrt mit der Fähre wurden die Einsatzkräfte von lokalen Behörden empfangen und zur rund drei Stunden entfernten Einsatzbasis in Sant’Andrea Frius, etwa 30 Kilometer nördlich der Hauptstadt Cagliari, begleitet.

Als Mitglied des Sonderdienstes Waldbrandbekämpfung nahm OBM Alexander Hornik (FF Guntramsdorf) gemeinsam mit OBI Denise Leitgeb, BI Bernhard Stark (FF Gaaden) sowie EASB Roman Rath (FF Laxenburg) an diesem Einsatz teil. Im zweiten Kontingent von 23.08. bis 30.08. verstärkte HLM Norbert Schöny von der FF Breitenfurt die österreichische Einheit.

Neben der Unterstützung bei Vegetations- und Waldbränden bei extremer Hitze und schwierigem Terrain lag der Schwerpunkt auf der vertieften Ausbildung sowie dem fachlichen Austausch mit den lokalen Einsatzorganisationen. Dazu zählten die staatliche Forstwache „Corpo Forestale“, die regionale Forst- und Umweltagentur „Agenzia Regionale Forestas“ sowie Feuerwehreinheiten des Zivilschutzverbandes „Protezione Civile“.

Ein besonderes Highlight war die Möglichkeit, einen Einsatztag mit der Besatzung des Löschhubschraubers „Super Puma“ der Heli Austria in Fenosu zu verbringen.Die langjährigen Erfahrungen der sardischen Einsatzkräfte im Umgang mit großflächigen Vegetations- und Waldbränden und einer damit einhergehenden wassersparenden Taktik ermöglichten wertvolle Einblicke und ergänzten das österreichische Fachwissen in diesem Spezialgebiet.

Neben den Ausbildungs- und Einsatzaktivitäten bot das Prepositioning auch Gelegenheit zur internationalen Kameradschaftspflege und zum Erfahrungsaustausch mit den italienischen Einsatzkräften.

Am 23. August erfolgte der turnusmäßige Wechsel auf das zweite österreichische Kontingent. Für die Angehörigen der ersten Gruppe endete der Aufenthalt mit dem Rückflug nach Österreich und zahlreichen wertvollen Erfahrungen für die zukünftige Arbeit im Bereich der Vegetations- und Waldbrandbekämpfung.

Der Einsatz der österreichischen Kräfte endete am 29.08. Die Rückverlegung der Mannschaft und sämtlicher Fahrzeuge erfolgte auf dem See- und Landweg und wurde am 30.08. abgeschlossen.

Fotos: Sonderdienst Vegetations- und Waldbrandbekämpfung

Weiterführende Informationen: 

ERCC

Corpo Forestale

Agenzia Regionale Forestas

Heli Austria