Da in letzter Zeit die Hilferufe wegen der Entfernung von Schlangen deutlich häufiger wurden, hier ein paar Informationen bzw. Tipps dazu:

1. Heimische Schlangen sind nicht gefährlich

Die meisten heimischen Schlangen – wie Ringel-, Äskulap- und Schlingnattern – sind ungiftig. Nur Kreuzotter und Sandviper (Hornotter) sind giftig, wobei das Vorkommen der Sandviper auf Kärnten, die Südsteiermark und Teile Osttirols beschränkt ist. Kreuzottern bevorzugen trockene, steinige Böden und kommen deshalb in den Gärten unseres Ortsgebietes praktisch nicht vor.

Wenn Sie also eine Schlange im Garten finden, handelt es sich (bei uns in Guntramsdorf) mit großer Wahrscheinlichkeit um eine heimische Ringel-, Äskulap- oder Schlingnatter. Diese sind nicht giftig und es besteht eigentlich kein Grund sie aus dem Garten der ja für das Tier den natürlichen Lebensraum darstellt – zu entfernen. Im Gegenteil: Schlangen sind nützlich, denn vor allem Mäuse, Ratten, Schnecken und andere Schädlinge stehen auf ihrem Speiseplan.

2. Schlange im Garten: Was tun?

  • Versuchen Sie an Hand von Bildern (Internet, Lexika, Fachbücher etc.) festzustellen, ob es sich um ein heimisches Exemplar (in der Regel um eine Ringel- oder Äskulapnatter) oder um eine exotische Schlange handelt.  DIESER LINK kann bei der Identifizierung einer Schlange hilfreich sein. Manche exotische Schlangen sind auch ohne spezielle Fachkenntnis, z. B. auf Grund der Größe oder der außergewöhnlichen Färbung bzw. Zeichnung, auf den ersten Blick als solche erkennbar.
  • Wenn es sich um eine heimische – in der Regel ungiftige – Schlange handelt, besteht weder für Mensch noch Tier Gefahr und somit eigentlich kein Grund für das Einschreiten der Feuerwehr!!!
  • Warten Sie ab – meist verschwindet das Tier nach kurzer Zeit von selbst.
  • Versuchen Sie mit einer der in Punkt 5 angeführten Maßnahmen die Schlange zu vertreiben.

Rufen die die Feuerwehr erst dann, wenn alle Versuche die Schlange zu vertreiben fehlgeschlagen sind!

3. Schlange in Wohnung – Was tun?

  • Öffnen Sie die Türe, sodass dem Tier die Flucht ins Freie ermöglicht wird.
  • Versuchen Sie mit einer der in Punkt 5 angeführten Maßnahmen die Schlange zu vertreiben.
  • Falls die Schlange nicht von selbst verschwindet oder Sie diese vertreiben können und Sie doch die Hilfe der Feuerwehr benötigen, behalten sie das Tier im Auge, denn oft ist beim Eintreffen der Feuerwehr die Schlange spurlos verschwunden!

Rufen die die Feuerwehr erst dann, wenn alle Versuche die Schlange zu vertreiben fehlgeschlagen sind!

4. Warum habe ich immer wieder Schlangen im Garten und was kann man dagegen tun?

  • Schlangen bevorzugen naturnahe Gärten mit Steinhaufen, Holzstapeln, offenem Kompost für Grünschnitt und Laub oder einem Teich, meiden aber meist Gärten mit Katzen oder Hunden.
  • Falls Sie also immer wieder Schlangen im Garten bemerken und Sie das nicht als Bereicherung empfinden, dann vermeiden Sie, den Tieren den oben beschriebenen Lebensraum „einzurichten“.

 

5. Was vertreibt Schlangen?

  • Schlangen reagieren auf Bodenbewegungen und fliehen bei Erschütterungen (z. B. fest auf den Boden aufstampfen). Schließen Sie alle Türen zum Haus bzw. zu Räumlichkeiten, sodass sich die Schlange dort nicht verkriechen kann.
  • Eine Schlange im Freien kann man eventuell mit einem sanften Wasserstrahl zur Flucht bewegen. Achten Sie darauf, dem Tier einen Fluchtweg frei zu lassen.
  • Folgende Pflanzen bzw. Gerüche mögen Schlangen nicht:  Ringelblumen, Zitronengras, Knoblauch und Lauch, Lavendel, Basilikum
  • Starker Geruch von intensivem Nelkenöl, Zimtöl, Zedernholzöl, Cayennepfeffer oder auch Essig kann Schlangen vertreiben.