Was gefühlt vor 10 oder 20 Jahren Standard war, kommt in den letzten Wintern wenn überhaupt nur noch kurz vor: Das komplette Zufrieren der Teiche in Guntramsdorf.
Aufgrund einer längeren Kaltwetterphase – sogar mit mehreren Tagen Dauerfrost – wies etwa der Windradlteich zuletzt eine Eisdicke von sieben bis knapp zehn Zentimetern auf.
Grund genug für die Ausbildungsverantwortlichen der FF Guntramsdorf, für Samstag, den 17.01.2026, kurzfristig eine Übung auf Eis anzusetzen. Man wollte die seltene Gelegenheit nützen, die Rettung eines z.B. im Eis eingebrochenen Eisläufers in der Praxis zu trainieren.
Zunächst gab es für die 32 Übungsteilnehmer eine theoretische Einführung in das Thema „Eisrettung“, wobei vor allem immer wieder eindringlich auf die bestmögliche Wahrung der eigenen Sicherheit hingewiesen wurde!
Nachdem der Last mit den notwendigen Hilfsmitteln (Alu-Boot, Steckleiterteile, Spine-Bord, Rettungsleinen, Rettungswesten, …) beladen war, ging es zum Windradlteich, wo es galt, die zuvor gehörten Lehrinhalte in die Praxis umzusetzen.
Da – wie eingangs erwähnt – eine „Eisrettung“ nur selten geübt werden kann, fehlt im Gegensatz zu anderen Einsatzszenarien naturgemäß die Erfahrung. Deshalb versuchten die Teilnehmer auf verschiedene Arten, die „eingebrochenen Opfer“ – dargestellt von zwei Guntramsdorfer Feuerwehrtauchern mit Spezialanzügen – zu erreichen und aus dem eiskalten Wasser zu retten.
Dabei stellte sich heraus, dass ein gesichertes Vorankommen auf dem Eis nicht besonders schwierig aber jedenfalls ziemlich zeitaufwendig ist. Und den Verunfallten aus dem Wasser zu holen ist dann eine weitere Herausforderung, zumal dieser durchnässt und unterkühlt physisch kaum mehr in der Lage ist, die Rettung von sich aus zu unterstützen.
Jedenfalls war es eine ebenso seltene wie lehrreiche Übung, über die anschließend im Feuerwehrhaus noch ausführlich diskutiert wurde…