Am 28.08. fand für die Mitglieder der Feuerwehr Guntramsdorf eine Gesamtübung mit dem Thema „Verkehrsunfall mit Menschenrettung“ statt.
Das ausgearbeitete Szenario verlangte den Kräften einiges ab.
Annahme war, dass ein Fahrer mit seinem PKW auf einer Landstraße auf einen vor ihm fahrenden Pritschenwagen auffuhr.
Das Transportfahrzeug einer Baufirma hatte Baustahl, Holzbalken, Gasflaschen und unter anderem einen IPC-Container mit einem unbekannten Gefahrenstoff geladen.
Durch die Wucht des Aufpralls lösten sich schlecht gesicherte Gegenstände von der Ladefläche und wurden sowohl auf den aufgefahrenen PKW als auch durch dessen Windschutzscheibe geschleudert. Dabei wurde der Fahrer von einer Eisenstange getroffen und dessen rechter Brustbereich gepfählt.
Für den Einsatzleiter galt es nun, die Gefahren richtig einzuschätzen und entsprechend abzuarbeiten.
So wurde umgehend ein zweifacher Brandschutz aufgebaut und die austretende Flüssigkeit durch einen Atemschutztrupp gestoppt.
Nachdem hier keine Gefahr mehr für die Einsatzkräfte bestand, begann umgehend die Rettung des Verunfallten.
Da alle Türen des PKW´s verschlossen waren, musste vorerst eine Öffnung für den inneren Retter geschaffen werden. Nachdem sich dieser dann um den Verletzten im Inneren kümmern konnte, wurde die Rettung über die Fahrerseite fortgesetzt.
Das Übungsszenario sah vor, dass der Rettungsdienst erst später zum Einsatz hinzukommt und sich so die Feuerwehrleute vorweg um die Erstversorgung der verletzten Person kümmern mussten.
Um den Verletzten aus dem Fahrzeug befreien zu können, musste vorher die Eisenstange, die den Oberkörper durchstoßen hatte, mit einer Trennscheibe abgeschnitten werden.
Anschließend konnte in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz die sichere Rettung durchgeführt werden.
Wir bedanken uns an dieser Stelle, sowohl bei den Sanitätern als auch beim Team der „Realistischen Notfalldarstellung“ des Roten Kreuzes für die tatkräftige Unterstützung bei dieser Übung. //ah