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Rekordeinsätze durch Schneeverwehungen (31.01.2005)

Bedingt durch den intensiven Schneefall vor einigen Tagen und den starken Wind kam es südlich von Wien und damit auch im Raum Guntramsdorf zu teilweise sehr starken Schneeverwehungen. Der Wechsel von trockener auf teilweise schneeglatte Fahrbahn einerseits und bis zu einem halben Meter hohe Schneezungen andererseits machten vielen Autofahrern schwer zu schaffen. Manche von ihnen kamen mit der Situation nicht zurecht - eine Vielzahl von Unfällen war die Folge, die zum Glück jedoch allesamt ohne Verletzungen endeten. Auch an den Unfallfahrzeugen entstand bis auf wenige Ausnahmen nur geringer Schaden.

Hier die Chronologie eines der einsatzstärksten Tage der vergangenen fünf Jahre:

Bereits um 06.30 Uhr wurden wir zur ersten Hilfeleistung alarmiert: Auf der Laxenburger Straße etwa auf Höhe des Dupont-Werkes 2 war der Wagen eines Pizzaservice von der Fahrbahn in den angewehten "Tiefschnee" geschlittert und konnte nicht mehr weiterfahren. Mit Hilfe der Seilwinde unseres Schweren Rüstfahrzeuges (SRF) bekamen wir den "Pizzaexpress" rasch wieder flott.

Nur wenig später geriet ein Wiener Neudorfer auf der B17 im Bereich des Windradlteiches mit seinem PKW in den Straßengraben. Nachdem wir ihn wiederum mit der Winde des SRF zurück auf die Fahrbahn gezogen hatten, konnte die Fahrt fortgesetzt werden.

Von diesem Einsatz fuhren wir sofort in die Viaduktstraße. Dort hatte kurz nach der Müllumladestation in Richtung Mödling der Fahrer eines VW-Busses auf Grund der Schneelage die Breite der Straße überschätzt und war ebenfalls in den Graben gerutscht. Einmal mehr leistete das SRF mit seiner Winde wertvolle Hilfe und zog den Bus aus dem Graben. Damit konnte der Lenker eines Liftserviceunternehmens weiterfahren.

Wir hatten gerade den Unfallort verlassen, als ziemlich genau an derselben Stelle ein weiterer Wagen in den Graben rutschte. Das mittlerweile gewohnte Unfallbild und die ebenso gewohnten Maßnahmen: SRF, Seilwinde etc. PKW weiterhin fahrtüchtig.

Nach einer rund zweistündigen Pause der nächste Einsatz, diesmal etwas aufwändiger: Wie ein Augenzeuge berichtete, wurde auf der Laxenburger Straße der Golf einer Frau aus Lanzendorf buchstäblich "vom Winde verweht" - mitten in eine Baumgruppe, wo der Wagen schräg zum Stillstand kam. Trotz des nicht unspektakulären "Fluges" blieb die Lenkerin unverletzt. Sie konnte durch einen Guntramsdorfer Feuerwehrmann, der dort mit seinem Privat wagen unterwegs war und den Unfall beobachtet hatte, befreit werden.

Die Bergung des Unfallwagens gestaltete sich etwas schwierig, weil zunächst einige Äste abgeschnitten werden mussten, um das Fahrzeug frei zu bekommen. Danach wurde es mit dem Kran des SRF aufgehoben und auf die Räder gestellt. Zuletzt wurde es mit der Seilwinde auf die Straße befördert.

Nahezu gleichzeitig war eine zweite Mannschaft mit einem verunfallten PKW beim Kreisverkehr Richtung Münchendorf beschäftigt. Auch dieser Wagen war von der Fahrbahn in den Schnee geraten und dort unmanövrierbar liegen geblieben. Mit Tank2 konnte er problemlos aus dem Tiefschnee gezogen werden.

Schließlich sollte auf der B17 im Grenzbereich zwischen Möllersdorf und Guntramsdorf der schwierigste Einsatz folgen: Dort hatte sich eine Sattelzug - wie man gerne sagt - eingedreht und war in der Folge mit der Zugmaschine in ein angrenzendes Feld gerutscht. Glücklicherweise war der Anhänger leer, was die Bergungsarbeiten grundsätzlich erleichtern sollte. Aber eben nur grundsätzlich! Denn ein erster Versuch, den Sattelzug mit dem SRF direkt auf die Fahrbahn zu ziehen misslang.

Also musste die Strategie geändert werden. Das SRF wurde in eine andere Position gebracht, und mit Hilfe von Umlenkrollen wurde die Zugkraft der Seilwinde verdoppelt. Ziemlich mühsame Vorbereitungsarbeiten, musste doch das Seil quer über die Geleise der Badner Bahn gespannt werden, was eine vorübergehende Sperre der Lokalbahn voraussetzte (oder zur Folge hatte, wie man will). Zunächst sah alles sehr gut aus, aber leider war der Sattelzug doch noch um ein paar Kilo zu schwer.

Inzwischen hatten sich auf der B17 in beide Richtungen schon lange Kolonnen gebildet, als plötzlich die "Pumpe Möllersdorf" - ebenfalls mit einer Seilwinde ausgestattet - zum Einsatzort kam. Mit deren Unterstützung war es dann kein Problem mehr, den Sattelschlepper aus dem Feld zu ziehen.

Doch damit nicht genug, denn in der Zwischenzeit hatten sich in der Viaduktstraße gleich drei Fahrzeuge in den Graben verabschiedet. "Die Drei" konnten einen Zusammenstoß gerade noch verhindern. Während wir zwei Autos mit Wiener Kennzeichen händisch zurück auf die Fahrbahn schieben konnten, benötigten wir für ein Fahrzeug aus dem Bezirk Baden einmal mehr die Seilwinde. Auch in diesem Fall waren alle Lenker glücklich, mit ihren Autos weiterfahren zu können.

Dann ging es weiter auf die Guntramsdorfer Straße in Laxenburg: Da die Kameraden von dort gerade die FF Biedermannsdorf unterstützten, sprangen wir für unsere Laxenburger Kollegen ein, indem wir nochmals eine LKW-Bergung vornahmen. Dieser LKW war ebenfalls durch eine Windböe von der Straße abgekommen. Mit der SRF-Seilwinde konnten wir den Lastwagen wieder flott machen.

Den Abschluss dieses arbeitsintensiven Tages bildete ein Brandalarm bei der Firma REHAU in Neu-Guntramsdorf. Zum Glück war das aber nur die Fehlauslösung eines Brandmelders, möglicherweise verursacht durch einen Feuchtigkeitsschluss.

Am Ende dieses nicht alltäglichen Einsatzberichtes sei noch angemerkt, dass an diesem rund 25 Feuerwehrleute an die 200 Stunden (!) im Einsatz waren!